Lupus in Fabula

kerstin schonburg

Kerstin Schonburg

Schauspiel von Henriette Dushe

Der Verlust eines Elternteils stellt eine einschneidende Erfahrung im Leben eines jeden Menschen dar. In dieser emotionalen Ausnahmesituation, in der man die persönliche Lebens- und Familiengeschichte ­rekapituliert, finden drei Schwestern ­zusammen. Angesichts des sterbenden Vaters bewerten sie bestimmte Abschnitte ihres Daseins sowie ihre jeweilige aktuelle Situation und versuchen, für die Leere, die er hinterlassen wird, klärende, ausgleichende und vielleicht ­tröstliche Worte zu finden. Das Ereignis des Todes reißt alle drei aus dem Alltag voller banaler und besonderer Nöte und Glücksmomente in einen ungewohnten Zustand des Wartens, Nachdenkens und Mitfühlens, den jede auf ihre Weise erfährt und nutzt: Mit dem Verfassen der Grabrede, dem ­Lamentieren über das eigene Versagen oder einer Geste, indem man das eigene neugeborene Kind zum Vater ans Sterbebett bringt. Für »Lupus in Fabula«, diese poetisch-feinfühlige und zugleich schroff-genaue Annäherung an das Unbenennbare, erhielt Henriette Dushe 2013 den Autorenpreis des Heidelberger ­Stückemarktes und war bei den Berliner Autorentheatertagen 2016 präsent.

Soirée 25. September 2018, 19.30 Uhr Podium.bar Theater Ulm
Premiere Samstag, 29. September 2018, 19.30 Uhr, Podium Theater Ulm

Inszenierung Ivna Žic
Ausstattung Sophie Reble
Musik Matija Schellander
Dramaturgie Stefan Herfurth
Regieassistenz & Abendspielleitung Moritz Vinke
Mit  Tini Prüfert (Die Älteste)
Nicola Schubert (Die Mittlere)
Franziska Maria Pößl (Die Jüngste)

 

Mit freundlicher Unterstützung des SKE-Fonds